Für viele Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen wird die Frage nach einer liebevollen und dauerhaften Betreuung im eigenen Haushalt immer wichtiger. Eine 24-Stunden-Betreuung bietet hier eine sinnvolle und persönliche Lösung, um den Alltag der Pflegebedürftigen bestmöglich zu unterstützen. Doch gerade die Finanzierung und die Höhe der Kosten stellen oft eine große Herausforderung dar. Bei der 24-Stunden-Pflege zu Hause ist die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ein zentraler Punkt. Viele Familien fragen sich, welche Beträge die Pflegekasse in diesem Fall übernimmt. Welche Beträge übernimmt die Pflegekasse? Wie funktioniert die Vermittlung einer geeigneten Betreuungskraft? Welche Leistungen sind notwendig und unter welchen Voraussetzungen werden sie gezahlt? Und wie lässt sich eine zuverlässige 24h-Betreuung im eigenen Zuhause realisieren?

In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige zur Kostenübernahme bei der 24-Stunden-Pflege zu Hause – von den gesetzlichen Grundlagen über die unterschiedlichen Leistungsarten bis hin zu praktischen Tipps für die Finanzierung. So können Sie sicher planen und Ihren Angehörigen eine optimale Betreuung in vertrauter Umgebung ermöglichen.

 

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Was zahlt die Pflegekasse bei 24 Stunden Pflege zu Hause? Unterschiede zur Betreuung

Während die 24-Stunden-Pflege medizinisch-pflegerische Aufgaben durch ausgebildete Pflegekräfte umfasst und somit teilweise von der Pflegekasse sowie Krankenkasse finanziell unterstützt wird, konzentriert sich die 24-Stunden-Betreuung zu Hause meist auf nicht-medizinische Alltags- und Haushaltshilfen durch Betreuungskräfte. Diese Betreuung entlastet die pflegebedürftigen Menschen im eigenen Haushalt und unterstützt sie im Alltag, wird von den Kassen jedoch in der Regel nicht direkt übernommen. Im Gegensatz zur Unterbringung im Pflegeheim kann die Betreuung zu Hause so die Selbstständigkeit fördern. Bei umfangreicherem Bedarf kann zusätzlich ein Pflegedienst eingebunden werden. Die genaue Kostenübernahme hängt also stark vom Leistungsumfang und den individuellen Voraussetzungen ab.

Zwei Männer tragen weißes Hemd und stehen sich gegenüber, älterer Mann lacht

Wer übernimmt die Kosten für eine 24-Stunden-Pflege?

Die Kostenübernahme für eine 24-Stunden-Pflege zu Hause ist in Deutschland nicht pauschal geregelt. Weder die Pflegekasse noch die Krankenkasse übernehmen die kompletten Kosten, jedoch bieten beide je nach Situation, Pflegegrad und individuellem Anspruch verschiedene Unterstützungsleistungen an.

Pflegekasse: Diese Beträge stehen Ihnen zu

Die Höhe der Leistungen der Pflegekasse hängt vom jeweiligen Pflegegrad ab. Folgende Beträge können pflegebedürftige Personen beantragen:

  • Pflegegeld: Je nach Pflegegrad zwischen 347 € (Pflegegrad 2) und 990 € (Pflegegrad 5) monatlich. Dieses Geld erhalten Pflegebedürftige zur freien Verwendung, etwa zur Bezahlung einer Pflegekraft, eines Pflegedienstes oder zur Entlastung der Angehörigen im Haushalt.
  • Verhinderungspflege: Ab dem 1. Juli 2025 steht ein gemeinsamer Jahresbetrag von 3.539 € für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege zur Verfügung. Dieser kann flexibel genutzt werden, wenn beispielsweise eine private Pflegeperson – z.B. Angehörige – wegen Urlaub oder Krankheit ausfällt oder um die private Pflegeperson regelmäßig stundenweise zu entlasten.
  • Kurzzeitpflege: Auch die Kurzzeitpflege ist ab dem 1. Juli 2025 Teil des gemeinsamen Budgets von 3.539 €. Dieses kann eingesetzt werden, wenn vorübergehend eine stationäre Unterbringung – etwa in einem Pflegeheim – erforderlich ist.
  • Entlastungsbetrag: Monatlich können 131 € für anerkannte Betreuungs- und Entlastungsleistungen verwendet werden. Diese können über zugelassene Anbieter abgerechnet werden, eine direkte Auszahlung an private Betreuungskräfte ist jedoch nicht möglich.

Mit diesen Beträgen kann ein Teil der Kosten für die 24h-Betreuung abgedeckt werden. Die tatsächlichen Gesamtkosten liegen je nach Umfang der Aufgaben und Qualifikation der Pflegekraft oder des Pflegedienstes meist zwischen 2.300 und 3.500 Euro monatlich.

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Sie möchten wissen, welche Ansprüche Sie bei der Kostenübernahme für häusliche Betreuung in Deutschland haben und welche Optionen am besten zu Ihrer Situation passen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie persönlich, unverbindlich und transparent zu Ihren individuellen Betreuungsmöglichkeiten und der passenden Finanzierung.

Ältere Person und Pflegeperson halten sich liebevoll die Hände auf dem Bauch

Was zahlt die Krankenkasse bei 24-Stunden-Betreuung?

Die Krankenkasse übernimmt bei der 24-Stunden-Pflege in Deutschland nur einen begrenzten Teil der Kosten. Sie trägt die Kosten für medizinisch notwendige Leistungen, die von einer qualifizierten Pflegekraft erbracht werden, wie zum Beispiel:

  • Häusliche Krankenpflege (z. B. Verbandswechsel, Medikamentengabe)
  • Pflegehilfsmittel (z. B. Handschuhe, Desinfektionsmittel) bis zu einem Betrag von etwa 40 € monatlich
  • Unterstützung bei der medizinischen Versorgung

Eine vollständige Kostenübernahme für die 24-Stunden-Betreuung durch die Krankenkasse ist nicht vorgesehen, doch die medizinischen Leistungen ergänzen die Pflegekassenleistungen sinnvoll.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme durch die Pflegekasse

Damit Sie Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse haben, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Ein anerkannter Pflegegrad muss vorliegen (ohne Pflegegrad gibt es keine Kostenübernahme)
  • Die Pflege erfolgt im häuslichen Umfeld, also bei Ihnen zu Hause oder im Pflegeheim
  • Die Pflege wird von Angehörigen, regionalen oder polnischen Pflegekräften durchgeführt, die über eine offizielle Vermittlung engagiert wurden
  • Die beantragten Mittel müssen zweckgebunden eingesetzt werden

Nach der Genehmigung zahlen die Pflegekassen das Pflegegeld meist monatlich in entsprechender Höhe aus, sodass Sie die Betreuung flexibel gestalten können.

Weitere Fördermöglichkeiten zur Finanzierung

Neben den Leistungen von Pflege- und Krankenkasse stehen Ihnen in Deutschland zusätzliche Unterstützungen zur Verfügung, um die Kosten der 24-Stunden-Pflege zu Hause zu senken. Dazu zählen unter anderem:

  • Steuerliche Entlastungen für haushaltsnahe Dienstleistungen, die Sie direkt von der Steuer absetzen können
  • Wohngeldzuschüsse, die das monatliche Budget entlasten
  • In Härtefällen können Sozialhilfeleistungen nach dem SGB XII beantragt werden, wenn Einkommen und Vermögen nicht ausreichen
  • Regionale Zuschüsse, wie das Pflegewohngeld oder Pflegeunterstützungszuschüsse, die je nach Bundesland variieren

Diese Fördermöglichkeiten ergänzen die klassischen Pflege- und Krankenkassenleistungen und tragen dazu bei, die finanzielle Belastung nachhaltig zu reduzieren.

Kombination von Leistungen zur optimalen Kostenübernahme

Um die Kosten der 24-Stunden-Pflege zu Hause bestmöglich abzudecken, empfiehlt sich die gezielte Kombination verschiedener Förderleistungen. Insbesondere folgende Beträge können effektiv miteinander kombiniert werden:

  • Pflegegeld, dessen Höhe vom anerkannten Pflegegrad abhängt
  • Bis zu 3.539 € jährlich können flexibel genutzt werden, wenn eine private Pflegeperson vorübergehend ausfällt – etwa wegen Krankheit oder Urlaub.
  • Auch für Kurzzeitpflege nutzbar, zum Beispiel bei vorübergehender stationärer Unterbringung. Der Betrag ist frei zwischen beiden Leistungen aufteilbar.
  • Entlastungsbetrag in Höhe von 131 € monatlich für Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Durch die Kombination dieser Förderungen können mehrere Tausend Euro jährlich zur Finanzierung der Betreuung eingesetzt werden – ein wichtiger Beitrag gerade bei den vielfältigen Aufgaben einer 24h-Pflegekraft im Haushalt und bei der Pflegebedürftigkeit.

Passende Betreuungskraft finden: So kombinieren Sie Kostenübernahme und persönliche Unterstützung

Die 24-Stunden-Pflege zu Hause mit Kostenübernahme durch Krankenkasse und Pflegekasse stellt für viele Familien eine finanzielle Herausforderung dar – kann aber durch Pflegegeld, Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege und medizinische Leistungen teilweise abgefedert werden. Ob Sie Seniorenbetreuung in Berlin und Umgebung suchen, Betreuung zu Hause stundenweise benötigen, eine zuverlässige Nachtbetreuung wünschen oder Informationen zu den Kosten der 24-Stunden-Betreuung suchen – wir beraten Sie persönlich und helfen Ihnen, die passende Betreuungskraft für Ihren Alltag zu finden. Dabei setzen wir auf unsere erfahrenen regionalen oder polnischen Betreuungskräfte, die individuell auf Ihre Bedürfnisse eingehen.

Wenn Sie sich unsicher sind, welcher Unterstützungsbedarf bei Ihnen vorliegt, klären wir gern auch den Unterschied zwischen Pflege und Betreuung – so finden Sie genau die Hilfe, die zu Ihrer Situation passt. Mit der richtigen Kombination aus Leistungen und einem erfahrenen Partner wie Familo schaffen Sie Entlastung für Ihre Familie – und ermöglichen Ihren Angehörigen ein würdevolles Leben im vertrauten Zuhause.

Zwei Personen vor dem Eingang der Betreuungsagentur

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Sie möchten wissen, welche Möglichkeiten der Kostenübernahme bei der 24-Stunden-Betreuung es gibt und welche Optionen am besten zu Ihrer Situation passen? Wir beraten Sie persönlich und transparent – und übernehmen auf Wunsch auch die komplette Vermittlung einer passenden Betreuungskraft, damit Sie schnell und zuverlässig die Unterstützung erhalten, die Sie und Ihre Angehörigen brauchen.